amerikanischer Physiologe; Nobelpreis 1971 für Physiologie oder Medizin für die Erforschung (zusammen mit C. Cori) der Wirkungsweise des Nebennierenhormons Adrenalin
* 29. November 1915 Burlingame/KS
† 9. März 1974 Miami/FL
Wirken
Earl Wilbur Sutherland wurde am 29. Nov. 1915 in Burlingame in Kansas geboren. Er studierte an der Washington-Universität in St. Louis und war dort auch als Dozent und Professor für Pharmakologie und Biochemie tätig. 1953 wurde er Professor für Arzneiheilkunde an der Western Reserve Universität in Cleveland. 1963 wurde er auf den Lehrstuhl für Physiologie an der Vanderbilt Universität in Nashville/Tennessee berufen, wo er seither lehrt.
S. arbeitete auf dem Gebiet der Hormonforschung seit etwa 1950. Seine Entdeckung des zyklischen Adenosinphosphats war entscheidend für die Erklärung der Wirkungsmechanismen der Hormone. Diese Stoffe, die durch Drüsen mit innerer Sekretion ins Blut abgegeben werden, beeinflussen die Tätigkeit von Zellen, Geweben und Organen des Körpers und damit z.B. Wachstum, Entwicklung, Fruchtbarkeit und Stoffwechsel. 1970 wurde S. für seine Entdeckung mit dem Albert-Lasker-Preis für medizinische Grundlagenforschung ausgezeichnet.
Zusammen mit seinem bereits früher mit dem Medizin-Nobelpreis ausgezeichneten Landsmann Carl Cori hat Sutherland die Wirkungsweise des Nebennierenhormons Adrenalin erforscht. Dabei entdeckte er, daß Adrenalin dadurch wirksam wird, daß es die Sekretion einer bis dahin unbekannten Substanz stimuliert. ...